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Einweckglas – die richtigen Gläser zum Einkochen finden

Einweckgläser gehören zu den Klassikern, wenn du Obst, Gemüse, fertige Gerichte oder andere Lebensmittel länger haltbar machen möchtest. Das Prinzip ist einfach: Die Lebensmittel werden im verschlossenen Glas erhitzt und anschließend luftdicht durch ein Vakuum verschlossen. So kannst du viele selbst eingekochte Vorräte über längere Zeit aufbewahren. Dabei ist Einweckglas nicht gleich Einweckglas. Neben den klassischen Gläsern mit Gummiring und Glasdeckel gibt es beispielsweise Varianten mit Schraubverschluss, unterschiedliche Größen und verschiedene Formen. Welche Variante zu dir passt, hängt vor allem davon ab, was du einkochen möchtest und wie große Portionen du später benötigst. Auf dieser Seite erfährst du, worin sich die verschiedenen Gläser unterscheiden, welche Größe für welchen Zweck sinnvoll ist und worauf du beim Kauf achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

Klassische Einweckgläser bestehen aus Glas, Glasdeckel, Gummiring und Halteklammern. Beim Einkochen entsteht im Glas ein Vakuum, das den Deckel nach dem Abkühlen fest auf dem Glas hält.

Die passende Größe hängt vom Inhalt ab: Kleine Gläser eignen sich beispielsweise für Marmelade oder Chutney, während größere Varianten praktisch für Gemüse, Obst, Suppen und fertige Gerichte sind.

Einweckglas und Einmachglas werden häufig synonym verwendet, wobei „Einweckglas“ ursprünglich für das klassische WECK-System steht. Heute werden auch andere Gläser zum Einkochen als Einmachgläser bezeichnet.

Nicht jedes Glas mit Deckel ist automatisch zum Einkochen geeignet. Achte darauf, dass Glas und Verschluss für das Erhitzen ausgelegt sind.

Einweckgläser lassen sich mehrfach verwenden. Vor jedem neuen Einkochvorgang solltest du Glas, Deckel und Gummiring auf Beschädigungen überprüfen.

Die Verschlussart beeinflusst die Handhabung: Beim klassischen WECK-System kannst du nach dem Abkühlen anhand des Deckels kontrollieren, ob sich ein Vakuum gebildet hat.

Für die reine Vorratshaltung trockener Lebensmittel sind klassische Einweckgläser nicht unbedingt nötig. Dafür können einfache Vorratsgläser mit Schraub- oder Bügelverschluss die praktischere Wahl sein.

Wie funktioniert ein klassisches Einweckglas?

Beim Einkochen werden die befüllten Gläser in einem Wasserbad oder einer anderen geeigneten Einkochvorrichtung erhitzt. Durch die Wärme werden Mikroorganismen reduziert beziehungsweise abgetötet. Gleichzeitig dehnt sich die Luft im Glas aus und kann am Gummiring vorbei entweichen. Beim anschließenden Abkühlen zieht sich die Luft wieder zusammen. Dadurch entsteht im Glas ein Unterdruck, der den Deckel fest auf das Glas zieht. Der Gummiring sorgt dabei für die notwendige Abdichtung. Die Halteklammern werden erst nach dem vollständigen Abkühlen entfernt. Sitzt der Deckel anschließend weiterhin fest auf dem Glas, ist das ein Hinweis darauf, dass sich ein Vakuum gebildet hat. Beschädigte Gläser oder Gummiringe solltest du dagegen nicht weiterverwenden.
Für das sichere Einkochen kommt es neben dem richtigen Glas auch auf die passende Vorbereitung, Füllhöhe, Temperatur und Einkochzeit an. Diese Faktoren unterscheiden sich je nach Lebensmittel und Rezept deutlich – das Glas allein sorgt also nicht für eine sichere Haltbarkeit.

Was ist ein Einweckglas?

Mit einem klassischen Einweckglas ist meist ein Glas mit Glasdeckel, Gummiring und Halteklammern gemeint. Beim Einkochen wird der Gummiring zwischen Glas und Deckel gelegt und der Deckel mit den Klammern fixiert. Die Klammern sorgen während des Einkochens dafür, dass der Deckel an seinem Platz bleibt.
Der Begriff „Einweckglas“ geht auf die Marke WECK zurück, die dieses System bekannt gemacht hat. Im Alltag werden allerdings auch andere Gläser zum Einkochen häufig als Einweck- oder Einmachgläser bezeichnet. Deshalb lohnt sich beim Kauf ein genauer Blick auf den Verschluss und darauf, wofür das jeweilige Glas tatsächlich geeignet ist.
Ein klassisches Einweckglas ist vor allem dann interessant, wenn du regelmäßig selbst einkochst und ein wiederverwendbares System suchst. Die Gläser gibt es in verschiedenen Größen und Formen, sodass du sowohl kleine Mengen als auch größere Portionen darin einkochen kannst.

Unsere Empfehlungen für Einweckgläser

Wenn du klassische Einweckgläser zum Einkochen suchst, lohnt sich vor allem ein Blick auf unterschiedliche Größen. So kannst du je nach Lebensmittel und gewünschter Portionsgröße das passende Glas auswählen. Diese Modelle eignen sich für verschiedene typische Einsatzbereiche:

Welche Größe und Form passt zu dir?

Einweckgläser gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, was du darin einkochen möchtest und wie groß die einzelnen Portionen sein sollen.

GrößeGeeignet für
ca. 250 mlMarmelade, Gelee, Chutney, kleine Portionen
ca. 500 mlGemüse, Obst, Soßen und kleinere Mahlzeiten
ca. 750–850 mlSuppen, Eintöpfe, größere Portionen und Beilagen
1 Liter und mehrgrößere Mengen, Obst, Gemüse und fertige Gerichte

ca. 250 ml

  • Marmelade, Gelee, Chutney, kleine Portionen

ca. 500 ml

  • Gemüse, Obst, Soßen und kleinere Mahlzeiten

ca. 750–850 ml

  • Suppen, Eintöpfe, größere Portionen und Beilagen

1 Liter und mehr

  • größere Mengen, Obst, Gemüse und fertige Gerichte

Neben der Größe spielt auch die Form eine Rolle. Sturzgläser haben gerade Seiten und eine breite Öffnung. Dadurch lassen sich die Lebensmittel später besonders einfach entnehmen. Bei klassischen Tulpengläsern verjüngt sich das Glas nach oben, was ihnen ihre typische Form gibt.

Für den Einstieg sind mehrere Größen oft praktischer als ein großes Set mit ausschließlich identischen Gläsern. So kannst du kleine Mengen ebenso passend einkochen wie eine Portion Suppe oder einen größeren Vorrat.

Welche Verschlussarten gibt es?

Beim Einkochen begegnen dir vor allem zwei verschiedene Verschlusssysteme: das klassische Einweckglas mit Glasdeckel und Gummiring sowie Gläser mit Schraub- beziehungsweise Twist-Off-Deckel.
Beim klassischen System liegt der Gummiring zwischen Glas und Deckel. Halteklammern fixieren den Deckel während des Einkochens. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum, durch das der Deckel anschließend auf dem Glas gehalten wird. Ein Vorteil dieses Systems ist, dass du den Verschluss nach dem Abkühlen gut kontrollieren kannst.
Twist-Off-Gläser werden dagegen mit einem Schraubdeckel verschlossen. Sie sind ebenfalls in vielen Haushalten zum Einkochen im Einsatz und besonders praktisch, wenn du die Gläser anschließend unkompliziert öffnen und wieder verschließen möchtest.
Bügelgläser sind für das klassische Einkochen dagegen nicht die beste Wahl. Durch den dauerhaft aufliegenden Bügel lässt sich nicht zuverlässig feststellen, ob sich tatsächlich ein ausreichendes Vakuum gebildet hat. Für die Vorratshaltung trockener Lebensmittel sind sie dagegen sehr praktisch.
Welches System du bevorzugst, ist daher auch eine Frage der persönlichen Handhabung. Wenn dir eine möglichst eindeutige Kontrolle des Vakuums wichtig ist, bietet das klassische Einwecksystem einen nachvollziehbaren Vorteil.

Was kannst du im Einweckglas einkochen?

Einweckgläser eignen sich für viele Lebensmittel, die du durch Einkochen haltbar machen möchtest. Besonders häufig werden sie für Obst, Gemüse und selbst gekochte Gerichte verwendet.

Typische Beispiele sind:

  • Marmelade und Gelee
  • Chutneys und Fruchtaufstriche
  • eingekochtes Obst wie Äpfel, Birnen oder Kirschen
  • Gemüse wie Bohnen, Möhren oder Kürbis
  • Tomatensoße und andere Soßen
  • Suppen und Eintöpfe
  • fertig gekochte Gerichte

Welche Lebensmittel sich eignen und wie lange sie eingekocht werden müssen, hängt vom jeweiligen Rezept und den Eigenschaften des Lebensmittels ab. Gerade bei Gemüse, Fleisch und fertig gekochten Speisen solltest du dich deshalb immer an ein erprobtes Einkochrezept halten.
Nicht jede Form der Haltbarmachung ist außerdem dasselbe wie Einkochen. Fermentierte Lebensmittel werden beispielsweise durch einen kontrollierten Gärungsprozess haltbar gemacht und benötigen dafür andere Bedingungen. Wenn du dich speziell für dieses Thema interessierst, findest du in unserem Ratgeber zum Fermentierglas weitere Informationen.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Beim Kauf eines Einweckglases kommt es nicht nur auf die Größe an. Vor allem Glasqualität, Verschlusssystem und Verwendungszweck sollten zu dem passen, was du damit vorhast.

Größe und Form

Überlege zunächst, welche Mengen du normalerweise einkochst. Kleine Gläser sind praktisch für Marmelade, Chutneys oder einzelne Portionen. Für Suppen, Eintöpfe und größere Mengen sind entsprechend größere Gläser sinnvoll. Eine breite Öffnung kann außerdem das Befüllen und spätere Entnehmen erleichtern.

Geeignetes Material

Das Glas sollte für die beim Einkochen entstehenden Temperaturen geeignet und frei von Beschädigungen sein. Kontrolliere neue Gläser ebenso wie bereits verwendete Gläser vor dem Einsatz auf Risse, Absplitterungen oder andere Schäden.

Passender Verschluss

Beim klassischen Einwecksystem gehören Glasdeckel, Gummiring und Halteklammern zusammen. Achte darauf, dass die einzelnen Teile zur jeweiligen Glasgröße passen. Gummiringe solltest du bei Bedarf austauschen, damit die Abdichtung zuverlässig funktioniert.

Ersatzteile und Wiederverwendung

Wenn du deine Gläser viele Jahre verwenden möchtest, sind verfügbare Ersatzteile ein praktischer Vorteil. Gummiringe und Halteklammern können bei klassischen Einweckgläsern separat nachgekauft werden. Das macht das System besonders langlebig und verhindert, dass ein ansonsten noch gutes Glas wegen eines einzelnen verschlissenen Teils aussortiert werden muss.

Set oder einzelne Gläser?

Ein Set ist praktisch, wenn du gleich mehrere Gläser benötigst oder unterschiedliche Vorräte auf einmal einkochen möchtest. Wenn du erst einmal ausprobieren möchtest, welche Größe am besten zu dir passt, kann es dagegen sinnvoll sein, zunächst mit einer kleineren Menge zu starten.

Einweckgläser richtig reinigen und wiederverwenden

Einweckgläser kannst du viele Male verwenden, solange sie unbeschädigt sind. Nach dem Leeren solltest du die Gläser gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen und anschließend vollständig trocknen lassen. Besonders wichtig ist die Kontrolle vor jedem neuen Einkochvorgang. Schau dir das Glas bei gutem Licht an und achte auf Risse, Absplitterungen oder andere Beschädigungen. Auch Deckel und Gummiring sollten in Ordnung sein. Gummiringe werden mit der Zeit spröde oder können ihre Elastizität verlieren. Sie sollten deshalb nicht unbegrenzt weiterverwendet werden. Ein neuer Ring ist in der Regel deutlich sinnvoller, als ein ansonsten gutes Glas wegen eines alten Verschlussteils auszusortieren.
Saubere und intakte Gläser sind nicht nur nachhaltiger, weil du sie immer wieder verwenden kannst. Du hast dadurch auch ein einheitliches System für deine selbst eingekochten Vorräte, das dich über viele Jahre begleiten kann.

Einweckglas, Vorratsglas oder Mason Jar?

Nicht jedes Glas mit Deckel erfüllt denselben Zweck. Ein Einweckglas ist vor allem dann interessant, wenn du Lebensmittel durch Einkochen haltbar machen möchtest. Das klassische System mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern ist dafür speziell ausgelegt.
Ein Vorratsglas eignet sich dagegen in erster Linie für die trockene Aufbewahrung von Lebensmitteln wie Mehl, Nudeln, Reis, Müsli oder Gewürzen. Hier stehen eine übersichtliche Aufbewahrung und ein gut schließender Deckel im Vordergrund. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zum Vorratsglas.
Auch ein Mason Jar kann zum Aufbewahren und teilweise zum Einkochen verwendet werden. Charakteristisch sind dabei die für dieses System typischen Schraubverschlüsse. Wenn du dich speziell für diese Gläser interessierst, findest du in unserem Mason-Jar-Ratgeber weitere Informationen.
Für die Fermentation gelten wiederum andere Anforderungen. Dafür sind spezielle Fermentiergläser mit geeigneten Verschlüssen und gegebenenfalls weiteren Zubehörteilen sinnvoll.

Häufige Fragen zu Einweckgläsern

Die Begriffe werden im Alltag häufig gleich verwendet. Genau genommen bezeichnet „Einweckglas“ ursprünglich das klassische WECK-System mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern. „Einmachglas“ ist dagegen ein allgemeinerer Begriff für Gläser, die zum Einmachen beziehungsweise Einkochen verwendet werden.

Das hängt davon ab, was du einkochen möchtest. Für Marmelade, Gelee und kleine Portionen reichen oft etwa 250 bis 500 ml. Für Suppen, Eintöpfe, Obst oder Gemüse sind größere Gläser ab etwa 750 ml bis 1 Liter praktischer. Wenn du unterschiedliche Lebensmittel einkochst, kann eine Auswahl verschiedener Größen sinnvoll sein.

Ja, intakte Einweckgläser sind für die mehrfache Verwendung gedacht. Vor jedem Einsatz solltest du Glas, Deckel und Verschlussteile kontrollieren. Besonders Gummiringe können mit der Zeit spröde werden und sollten bei Bedarf ersetzt werden.

Beim klassischen Einwecksystem entsteht beim Abkühlen ein Vakuum, durch das der Deckel auf dem Glas gehalten wird. Deshalb solltest du die Halteklammern erst nach dem vollständigen Abkühlen entfernen. Sitzt der Deckel anschließend weiterhin fest auf dem Glas, spricht das dafür, dass sich ein Vakuum gebildet hat. Bei einem nicht zuverlässig verschlossenen Glas solltest du den Inhalt nicht einfach als sicher haltbar behandeln.

Fazit

Einweckgläser sind eine praktische Möglichkeit, selbst eingekochte Lebensmittel haltbar zu machen und dabei auf ein langlebiges, wiederverwendbares System zu setzen. Besonders das klassische Einweckglas mit Glasdeckel, Gummiring und Klammern hat sich über viele Jahre bewährt. Bei der Auswahl kommt es vor allem auf die richtige Größe, eine passende Form und einen zuverlässigen Verschluss an. Wenn du regelmäßig unterschiedliche Lebensmittel einkochst, kann es sinnvoll sein, mehrere Größen zur Hand zu haben. Achte außerdem darauf, dass die Gläser und alle Verschlussteile unbeschädigt sind. So kannst du deine selbst eingekochten Vorräte nicht nur praktisch aufbewahren, sondern die Gläser nach dem Leeren immer wieder verwenden.

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