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Fermentierglas – richtig fermentieren im Glas

Fermentieren ist eine einfache Möglichkeit, Gemüse auf natürliche Weise haltbar zu machen und dabei ganz neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Besonders praktisch gelingt das in einem passenden Fermentierglas, denn es ist auf die besonderen Bedingungen während der Gärung ausgelegt. Ob du Sauerkraut, Kimchi, fermentierte Möhren oder Gurken ausprobieren möchtest: Das richtige Glas erleichtert dir die Fermentation und hilft dabei, Gemüse während des gesamten Prozesses unter der Lake zu halten. Je nach Modell kommen dafür beispielsweise Gärventile, Wasserrinnen oder Glasgewichte zum Einsatz.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie ein Fermentierglas funktioniert, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Modellen gibt und worauf du bei der Auswahl achten solltest. Außerdem erfährst du, welches Zubehör beim Fermentieren wirklich sinnvoll ist und welche Größe zu deinen Vorhaben passt.

Das Wichtigste in Kürze

Ein Fermentierglas ist speziell für die Gärung von Lebensmitteln geeignet. Es unterstützt dabei, die Lebensmittel möglichst sauerstoffarm zu halten und gleichzeitig entstehende Gase entweichen zu lassen.

Ein Gärventil oder eine Wasserrinne kann den kontrollierten Gasaustausch erleichtern. Dadurch muss das Glas während der Fermentation nicht regelmäßig geöffnet werden.

Glasgewichte sind besonders praktisch, weil sie das Gemüse unter der Lake halten. Das ist beim Fermentieren wichtig, da das Gemüse möglichst vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sein sollte.

Für den Einstieg reicht meist ein Glas mit etwa einem Liter Fassungsvermögen. Damit kannst du beispielsweise eine überschaubare Menge Sauerkraut, Kimchi oder fermentiertes Gemüse herstellen.

Nicht jedes Glas braucht zwingend ein spezielles Ventil. Auch einfache Systeme können funktionieren, wenn sie für die jeweilige Fermentationsmethode geeignet sind und richtig angewendet werden.

Fermentiergläser lassen sich mehrfach verwenden. Nach der Fermentation solltest du Glas, Deckel, Ventil und Gewichte gründlich reinigen.

Was ist ein Fermentierglas?

Ein Fermentierglas ist ein Glasgefäß, das speziell für die Fermentation von Lebensmitteln ausgelegt ist. Anders als bei einem gewöhnlichen Vorratsglas geht es dabei nicht nur darum, Lebensmittel luftdicht aufzubewahren. Während der Fermentation entstehen Gase, die aus dem Glas entweichen können müssen, während gleichzeitig möglichst wenig Sauerstoff von außen eindringt. Viele Fermentiergläser verfügen deshalb über ein Gärventil oder eine Wasserrinne. Bei manchen Modellen gehören außerdem Glasgewichte zum Lieferumfang. Sie werden auf das Gemüse gelegt und sorgen dafür, dass es unter der Lake bleibt. Für die klassische Gemüsefermentation sind solche Gläser besonders praktisch, weil sie dir die Kontrolle des Prozesses erleichtern. Du kannst den Verlauf der Fermentation beobachten, ohne das Glas ständig öffnen zu müssen. Ein normales Schraubglas kann für bestimmte einfache Fermentationsmethoden ebenfalls verwendet werden. Ein speziell dafür entwickeltes Fermentierglas bietet jedoch je nach Modell zusätzliche Funktionen, die die Handhabung komfortabler machen.

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Wie funktioniert das Fermentieren im Glas?

Bei der klassischen Gemüsefermentation werden die Lebensmittel mit Salz vermischt oder in eine Salzlake gegeben. Die dabei entstehende Umgebung begünstigt die Milchsäuregärung. Milchsäurebakterien wandeln dabei Zucker aus dem Gemüse um und bilden unter anderem Milchsäure. Dadurch verändert sich der Geschmack und das Gemüse wird haltbar gemacht. Während dieses Prozesses entstehen außerdem Gase. Genau hier liegt ein wichtiger Unterschied zwischen einem Fermentierglas und einem gewöhnlichen Vorratsglas: Das Gas muss entweichen können, ohne dass ständig neue Luft in das Gefäß gelangt. Dafür sind bei vielen Fermentiergläsern Gärventile oder Wasserrinnen vorgesehen.
Ebenso wichtig ist, dass das Gemüse möglichst vollständig von der Lake bedeckt bleibt. Glasgewichte können dabei helfen, das Fermentiergut unter der Flüssigkeitsoberfläche zu halten.
Wie lange die Fermentation dauert, hängt unter anderem vom Lebensmittel, der Salzmenge und der Temperatur ab. Je nach gewünschtem Geschmack kann das Gemüse anschließend noch einige Zeit im Kühlschrank weiterreifen.

Unsere Empfehlung fürs Fermentieren

Wenn du ein passendes Fermentierglas suchst, findest du bei Lieblingsglas* verschiedene Gläser und Fermentiersets, die speziell für die Fermentation gedacht sind. Je nach Set gehören neben dem Glas auch praktische Zubehörteile wie Glasgewichte oder ein geeigneter Verschluss dazu. Besonders für den Einstieg kann ein Komplettset sinnvoll sein, da du damit die wichtigsten Bestandteile direkt zur Hand hast. Wenn du bereits Zubehör besitzt, kannst du dich dagegen auch für ein einzelnes Fermentierglas entscheiden.

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Welches Fermentierglas passt zu dir?

Bei der Auswahl eines Fermentierglases solltest du zunächst überlegen, wie viel du normalerweise fermentieren möchtest. Für die ersten Versuche muss es nicht gleich ein besonders großes Gefäß sein.
Ein Glas mit etwa 500 bis 750 ml eignet sich für kleinere Mengen und ist praktisch, wenn du verschiedene Gemüsesorten ausprobieren möchtest. Mit einem Fassungsvermögen von etwa 1 Liter hast du etwas mehr Spielraum und kannst beispielsweise eine größere Portion Sauerkraut, Kimchi oder fermentiertes Gemüse ansetzen.
Wenn du regelmäßig fermentierst oder größere Mengen auf einmal herstellen möchtest, können sich auch 1,5 bis 2 Liter oder größere Gläser lohnen. Allerdings solltest du das Gefäß nicht einfach nach seinem maximalen Fassungsvermögen auswählen. Beim Fermentieren muss ausreichend Platz für die Lake und den Inhalt bleiben.
Auch die Öffnung des Glases ist relevant. Eine möglichst breite Öffnung erleichtert das Einfüllen, Beschweren und spätere Entnehmen des Gemüses. Wenn du ein Set kaufst, lohnt sich außerdem ein Blick darauf, welches Zubehör bereits enthalten ist.

Gärventil, Wasserrinne oder einfacher Deckel – was ist der Unterschied?

Bei Fermentiergläsern gibt es verschiedene Möglichkeiten, die beim Entweichen der während der Gärung entstehenden Gase helfen. Die Funktionsweise unterscheidet sich je nach Modell.
Ein Gärventil lässt die entstehenden Gase aus dem Glas entweichen und erschwert gleichzeitig das Eindringen von Luft. Dadurch musst du das Gefäß während der Fermentation nicht regelmäßig öffnen.
Bei einer Wasserrinne wird der Deckel in eine mit Wasser gefüllte Rinne eingesetzt. Das Wasser bildet eine Art Sperre nach außen, während die bei der Fermentation entstehenden Gase entweichen können. Dieses Prinzip findet sich vor allem bei speziellen Fermentiertöpfen und entsprechenden Glasmodellen.
Es gibt außerdem einfache Gläser mit einem Verschluss, der kein separates Gärventil besitzt. Auch damit kann fermentiert werden, allerdings kommt es dann stärker auf die jeweilige Methode und den richtigen Umgang mit dem Verschluss an.
Für Einsteiger kann ein Glas mit integriertem Ventil oder ein Komplettset besonders unkompliziert sein. Welches System du bevorzugst, hängt letztlich davon ab, wie häufig du fermentierst und wie viel Kontrolle und Komfort du dir bei der Anwendung wünschst.

Warum sind Glasgewichte wichtig?

Beim Fermentieren sollte das Gemüse möglichst vollständig unter der Lake liegen. Kommt es dauerhaft mit Luft in Kontakt, kann das den Fermentationsprozess beeinträchtigen und unerwünschtes Wachstum begünstigen.
Genau dafür sind Glasgewichte gedacht. Sie werden direkt auf das vorbereitete Gemüse gelegt und drücken es unter die Flüssigkeitsoberfläche. Die Gemüsestücke bleiben so auch dann an ihrem Platz, wenn sich während der Fermentation etwas bewegt.
Ein Gewicht sollte möglichst gut in das verwendete Glas passen und aus einem geeigneten, lebensmittelechten Material bestehen. Bei vielen Fermentiersets ist bereits ein passendes Glasgewicht enthalten.
Wenn du regelmäßig fermentieren möchtest, gehört ein Glasgewicht deshalb zu den Zubehörteilen, die den Umgang mit dem Fermentierglas deutlich einfacher machen können.

Was kannst du im Fermentierglas fermentieren?

Mit einem Fermentierglas kannst du vor allem verschiedene Gemüsesorten milchsauer fermentieren. Dabei kannst du einzelne Sorten verwenden oder unterschiedliche Gemüse miteinander kombinieren.

Besonders beliebt sind zum Beispiel:

  • Weißkohl für selbst gemachtes Sauerkraut
  • Chinakohl für Kimchi
  • Gurken
  • Möhren
  • Radieschen
  • Blumenkohl
  • Paprika
  • Zwiebeln
  • Knoblauch

Auch Kombinationen wie Möhren mit Ingwer oder Kohl mit verschiedenen Gewürzen lassen sich ausprobieren. So kannst du nach und nach herausfinden, welche Geschmacksrichtungen dir am besten gefallen.
Für die ersten Versuche eignen sich Gemüsesorten, die sich gut schneiden oder raspeln lassen und ausreichend Flüssigkeit abgeben. Wichtig ist unabhängig vom Gemüse, dass du dich an ein bewährtes Rezept und die dort angegebenen Mengenverhältnisse hältst. Gerade der Salzgehalt spielt bei der Fermentation eine wichtige Rolle.

Worauf solltest du beim Kauf achten?

Ein gutes Fermentierglas sollte vor allem zu der Menge passen, die du normalerweise fermentieren möchtest. Darüber hinaus gibt es einige weitere Punkte, die du beim Kauf berücksichtigen kannst.

Passende Größe

Überlege, ob du eher kleine Mengen ausprobieren oder regelmäßig größere Portionen fermentieren möchtest. Für den Einstieg reicht häufig ein Glas um einen Liter. Wenn du beispielsweise größere Mengen Sauerkraut oder Kimchi herstellen möchtest, kann ein entsprechend größeres Gefäß sinnvoll sein.

Breite Öffnung

Eine breite Öffnung erleichtert das Befüllen des Glases und macht es einfacher, das Gemüse und ein Glasgewicht einzusetzen. Auch beim Entnehmen des fertigen Fermentes ist eine größere Öffnung praktisch.

Gärventil oder Wasserrinne

Ein kontrollierter Gasaustausch erleichtert die Fermentation. Ein Gärventil oder eine Wasserrinne kann dafür sorgen, dass entstehende Gase entweichen können, ohne dass du den Verschluss regelmäßig öffnen musst.

Passende Glasgewichte

Wenn du Gemüse fermentieren möchtest, sind Glasgewichte sehr praktisch. Achte bei einem Set darauf, ob bereits ein passendes Gewicht enthalten ist. Kaufst du Glas und Gewicht separat, müssen beide natürlich von der Größe her zusammenpassen.

Reinigung

Ein Fermentierglas sollte sich unkompliziert reinigen lassen. Glatte Glasflächen sind dafür besonders praktisch. Bei Modellen mit Ventil oder anderem Zubehör solltest du außerdem darauf achten, dass sich auch diese Teile gründlich reinigen lassen.

Ersatzteile

Wenn du dein Fermentierglas langfristig nutzen möchtest, können verfügbare Ersatzteile ebenfalls interessant sein. Das gilt beispielsweise für Dichtungen, Ventile oder andere Verschlussteile, die je nach Modell mit der Zeit ersetzt werden müssen.

Fermentierglas oder normales Einmachglas?

Ein normales Einmachglas kann für bestimmte Fermentationsmethoden ausreichen. Ein spezielles Fermentierglas bietet dir jedoch Funktionen, die genau auf den Gärungsprozess abgestimmt sind.
Der wichtigste Unterschied liegt beim Verschluss. Während ein klassisches Einweckglas vor allem zum Einkochen gedacht ist, kann ein Fermentierglas mit Gärventil oder Wasserrinne entstehende Gase kontrolliert entweichen lassen. Bei vielen Modellen kommen zusätzlich Glasgewichte hinzu, die das Gemüse unter der Lake halten.
Wenn du nur gelegentlich kleine Mengen fermentierst, kann ein einfaches Glas je nach Methode vollkommen ausreichend sein. Möchtest du häufiger fermentieren, ist ein spezielles Fermentierglas dagegen besonders praktisch, weil dir das passende System einige Arbeit abnimmt.
Wenn du dagegen Lebensmittel durch Erhitzen haltbar machen möchtest, ist ein Einweckglas die passendere Wahl. Für die trockene Aufbewahrung von Nudeln, Reis, Mehl und anderen Vorräten findest du in unserem Vorratsglas-Ratgeber passende Informationen.

FAQ zum Fermentierglas

Nein, für manche Fermentationsmethoden kannst du auch ein normales Glas verwenden. Ein spezielles Fermentierglas macht die Anwendung jedoch einfacher, weil es je nach Modell über ein Gärventil, eine Wasserrinne oder passende Glasgewichte verfügt.

Das Gemüse sollte während der Fermentation möglichst vollständig von der Lake bedeckt sein. Ein Glasgewicht kann dabei helfen, das Gemüse unter der Flüssigkeitsoberfläche zu halten und den Kontakt mit Luft zu reduzieren.

Für erste Versuche ist ein Glas mit etwa einem Liter Fassungsvermögen häufig eine praktische Größe. Wenn du nur kleine Mengen fermentieren möchtest, reicht auch ein kleineres Glas. Für größere Mengen Sauerkraut, Kimchi oder anderes Gemüse sind entsprechend größere Gefäße sinnvoll.

Ein Gärventil ist nicht bei jeder Fermentationsmethode zwingend erforderlich. Es kann die Handhabung aber deutlich erleichtern, weil während der Gärung entstehende Gase kontrolliert entweichen können. Besonders praktisch ist das, wenn du regelmäßig fermentierst.

Ja. Glasgefäße und die meisten Zubehörteile können bei sorgfältiger Reinigung immer wieder verwendet werden. Vor der nächsten Fermentation solltest du das Glas, den Verschluss, Dichtungen und gegebenenfalls das Gärventil auf Sauberkeit und Beschädigungen kontrollieren.

Fazit

Ein Fermentierglas macht die Herstellung von selbst fermentiertem Gemüse besonders unkompliziert. Vor allem ein passender Verschluss und ein Glasgewicht können dir dabei helfen, die Bedingungen während der Fermentation besser zu kontrollieren. Bei der Auswahl solltest du deshalb nicht nur auf das Fassungsvermögen achten. Auch eine breite Öffnung, ein geeignetes Gärventil und bereits enthaltenes Zubehör können den Unterschied machen. Für gelegentliche kleine Mengen reicht ein einfaches Modell, während sich für regelmäßiges Fermentieren ein gut ausgestattetes Set lohnen kann. Da die Gläser wiederverwendbar sind, kannst du sie nach jeder Fermentation reinigen und für die nächste Portion erneut einsetzen.

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