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Motten im Haushalt

Sie sind klein, unscheinbar und meistens erst dann interessant, wenn sie schon Schaden angerichtet haben: Motten. Ob in der Speisekammer oder im Kleiderschrank – die flatternden Mitbewohner tauchen plötzlich auf und verschwinden nur ungern wieder. Dabei sind es oft gar nicht die erwachsenen Tiere, die das Problem darstellen, sondern ihre winzigen Larven. Sie lieben genau das, was wir im Alltag so schätzen: feine Wolle, duftende Gewürze, Haferflocken. Einmal geschlüpft, machen sich die Larven ans Werk – sie fressen, wachsen und verpuppen sich, bis der Kreislauf von Neuem beginnt. In unserem Erfahrungsbericht zeigen wir dir, wie du Motten im Haushalt wieder loswirst.

Motten Erfahrung – in 3 Schritten Mottenfrei

Pheromonkarten für Motten

Viele greifen im Kampf gegen Motten zu kleinen, klebrigen Helfern: Pheromonfallen. Sie locken männliche Motten mit Sexuallockstoffen an und halten sie auf einer Leimfläche fest. So lässt sich leicht erkennen, ob Motten im Haushalt sind – und oft auch, wie viele. Für die Bestimmung und Einschätzung eines Befalls sind sie also ausgesprochen nützlich.

Doch wer glaubt, die Falle würde das Problem lösen, irrt. Denn Pheromonfallen wirken nur auf die Männchen. Die Weibchen – und damit die eigentlichen Verursacher der Fraßschäden – bleiben unbehelligt. Sie legen weiterhin Eier ab, aus denen hungrige Larven schlüpfen. Pheromonfallen sind also ein Diagnoseinstrument und stellen somit nur einen Bestandteil im Kampf gegen die Plagegeister dar.

Sauberkeit & Vorratshygiene

Wer Motten wirklich loswerden will, muss an die Wurzeln des Problems – und die liegen oft gut versteckt in unseren Schränken. Krümel, offene Verpackungen oder alte Vorräte sind für Mottenlarven wie eine Einladung zum Festmahl. Regelmäßiges Putzen, besonders in Ecken, Ritzen und hinter Schubladen, nimmt ihnen ihre Nahrungsquelle und den idealen Lebensraum.

Auch das Abpacken von Lebensmitteln in gut verschließbare Gläser oder Dosen wirkt Wunder. Dicht schließende Behälter halten Motten fern – ihre winzigen Larven und Eier kommen dort schlicht nicht hinein. Mehl, Nüsse oder Getreideflocken bleiben so geschützt, und ein möglicher Befall kann sich nicht weiter ausbreiten. Viele glauben, dass verschlossene Plastikverpackungen ihre Vorräte zuverlässig schützen. Doch Motten sind erstaunlich geschickt, wenn es darum geht, an ihr Ziel zu kommen. Ihre winzigen Larven können sich durch dünne Folien und Papierverpackungen nagen – und selbst die erwachsenen Tiere finden über kleinste Öffnungen oder undichte Verschlüsse den Weg hinein.

Das Abfüllen von Mehl, Nüssen und anderen trockenen Lebensmitteln kann aber auch Freude bereiten – ein praktisches Gläsersystem sorgt für Einheitlichkeit und mehr Organisation in der Küche!

Schlupfwespen gegen Mottenlarven

So gründlich man auch putzt, so sorgfältig man Vorräte auch verpackt – ganz ohne biologische Hilfe wird man einen Mottenbefall selten vollständig los. Denn irgendwo bleibt fast immer ein Ei oder eine Larve unentdeckt. Genau hier kommen sie ins Spiel: die Schlupfwespen.

Diese winzigen Insekten – kaum größer als ein Staubkorn – sind die natürlichen Gegenspieler der Motten. Sie spüren die Eier der Vorratsmotten auf und legen ihre eigenen Eier darin ab. Statt einer neuen Motte schlüpft später eine weitere Schlupfwespe – und der Kreislauf der Schädlinge wird unterbrochen. Für Menschen sind sie völlig harmlos, für Motten dagegen das Ende ihrer stillen Invasion.

Nach einigen Wochen verschwinden die Schlupfwespen von selbst wieder, sobald keine Motteneier mehr vorhanden sind. Sie hinterlassen keine Spuren, keine Rückstände – nur ein sauberes, mottenfreies Zuhause. So zeigt sich: Manchmal braucht es die Natur selbst, um die Natur in Schach zu halten.

 

Erfahrungsbericht

Unseren Mottenbefall haben wir erst bemerkt, als es schon viel zu spät war. Immer mehr Motten flatterten durch die Garage, wo wir unser Tierfutter gelagert haben. Eine Mottenfalle brachte uns dann Gewissheit: wir müssen dringend handeln! Wir starteten damit, das gesamte Tierfutter in verschließbare Behälter abzufüllen. Anschließend haben wir alle Regale mit Essigreiniger gründlich gereinigt. Da die Motten von der Garage bereits ihren Weg ins Haus gefunden hatten, haben wir auch hier Mehl, Getreide und Nudeln in eckige stapelbare Gläser von Lieblingsglas* (Rabattcode NATURWOHNEN12) abgefüllt. Bei Amazon* haben wir anschließend Schlupfwespen bestellt und zwar für jedes betroffene Regal eine Schlupfwespenkarte und das mit einer Intervalllieferung von jeweils 2 Wochen (insgesamt 4 Karten), um sicherzustellen, dass keine neuen Larven schlüpfen würden. Nach der vierten Lieferung war der ganze Spuk dann mit einem Schlag vorbei. Warum es so schnell ging, war sicherlich aber auch die Kombination aus allen drei uns verfügbaren Instrumenten. Und an den sauber aufgeräumten Vorräten haben wir auch heute noch unsere Freude. Ohne die Schlupfwespen hätten wir das Problem aber sicherlich nicht in den Griff bekommen. Die Vorstellung, andere Tierchen ins Haus zu holen, um den Mottenbefall in den Griff zu bekommen, empfanden wir zunächst als eklig – doch die kleinen Tierchen hat man wirklich kaum mit dem Auge sehen können und sind nun tatsächlich auch wieder verschwunden.